Tanzkalender
Wer tanzt wann wo in Berlin und Potsdam? Unser Tanzkalender weiß (fast) alles.
Der Tanzkalender wird online laufend aktualisiert. An 30 beteiligten Spielstätten und Institutionen in Berlin und Potsdam ermöglicht die Tanzcard ca. 20% Rabatt auf den regulären Eintrittspreis.
Montag 09.03.2026
Dienstag 10.03.2026
Mittwoch 11.03.2026
- Eberswalder Str. 10
10437 Berlin - +49 30 44044731 www.toula.de
mit »jeux« eröffnet die cie. toula limnaios eine poetische reflexion über unschuld und vergessen, über den begriff der zeit und über das kindsein. inspiriert von philosophischen gedanken und anregungen, die von platon über nietzsche bis hin zu bergson reichen, entfaltet sich die neue inszenierung in einer reihe von »tableaux vivants«, einer »erzählten zeit«, in der sich die bilder verflechten, verschmelzen und auflösen. die interpret*innen lassen sich auf ein verwirrendes puzzle ein, auf ein spiel, das sie in formlos fließende zustände versetzt.
ist das leben ein endloser kreislauf? hält nicht der augenblick auch die möglichkeit eines neuanfangs bereit? oder ist das leben ein bewegtes bild der unbewegten ewigkeit – eine wahrnehmung der zeit, die nur ein spiegelbild einer ewigen ordnung wäre? wie nehmen wir zeit wahr, was ist zeitlos, und was bedeutet »dauer« angesichts einer sich stetig verändernden welt und der endlichkeit menschlichen daseins?
könnte es eine unsichtbare kontinuität in den überlagerungen von vergangenheit, gegenwart und zukunft geben, auch wenn veränderung die einzige konstante zu sein scheint?
zeit vergeht, aber sie dauert auch an: ein paradox …
im dickicht dieser gedanken und fragen ist »jeux« eine fantasievolle versuchsanordnung, um etwas hinter die konstruktionen und dekonstruktionen menschlichen daseins zu schauen, das ungleichzeitige im gleichzeitigen zu hinterfragen.
und es ist ein plädoyer für sinnstiftende kreativität, für das schöpferische, das spielerische und die positiven möglichkeiten des menschen – neben der dringlichkeit des lebens und dem druck des alltags – die welt auch verändern zu können … und es beginnt im spielen.
Weitere Vorstellungen
Donnerstag 12.03.2026
- Uferstraße 8–11
13357 Berlin - Tickets
Der Abend präsentiert ein improvisiertes Butoh-Duett mit Vangeline (New York), Gründerin und künstlerische Leiterin des Butoh Institute New York, sowie Coco Villarreal (Mexiko). Die Performance markiert ihre erste Zusammenarbeit seit ihrem gemeinsamen Auftritt in New York im Jahr 2007.
Wir sehen das Projekt als wichtigen Beitrag zur Berliner Tanzlandschaft. Es verortet Butoh innerhalb der experimentellen Performance-Szene der Stadt und stärkt den internationalen künstlerischen Austausch. Die Wiederbegegnung zweier langjähriger Praktikerinnen in Berlin unterstreicht die Rolle der Stadt als Ort transkultureller und improvisatorischer Praxis.
Ergänzt wird der Abend durch Überraschungsgäste sowie eine offene Bühne / Jam-Session mit Live-Musik und Tanzimprovisation, die Raum für Austausch innerhalb der freien Szene schafft.
- Eberswalder Str. 10
10437 Berlin - +49 30 44044731 www.toula.de
mit »jeux« eröffnet die cie. toula limnaios eine poetische reflexion über unschuld und vergessen, über den begriff der zeit und über das kindsein. inspiriert von philosophischen gedanken und anregungen, die von platon über nietzsche bis hin zu bergson reichen, entfaltet sich die neue inszenierung in einer reihe von »tableaux vivants«, einer »erzählten zeit«, in der sich die bilder verflechten, verschmelzen und auflösen. die interpret*innen lassen sich auf ein verwirrendes puzzle ein, auf ein spiel, das sie in formlos fließende zustände versetzt.
ist das leben ein endloser kreislauf? hält nicht der augenblick auch die möglichkeit eines neuanfangs bereit? oder ist das leben ein bewegtes bild der unbewegten ewigkeit – eine wahrnehmung der zeit, die nur ein spiegelbild einer ewigen ordnung wäre? wie nehmen wir zeit wahr, was ist zeitlos, und was bedeutet »dauer« angesichts einer sich stetig verändernden welt und der endlichkeit menschlichen daseins?
könnte es eine unsichtbare kontinuität in den überlagerungen von vergangenheit, gegenwart und zukunft geben, auch wenn veränderung die einzige konstante zu sein scheint?
zeit vergeht, aber sie dauert auch an: ein paradox …
im dickicht dieser gedanken und fragen ist »jeux« eine fantasievolle versuchsanordnung, um etwas hinter die konstruktionen und dekonstruktionen menschlichen daseins zu schauen, das ungleichzeitige im gleichzeitigen zu hinterfragen.
und es ist ein plädoyer für sinnstiftende kreativität, für das schöpferische, das spielerische und die positiven möglichkeiten des menschen – neben der dringlichkeit des lebens und dem druck des alltags – die welt auch verändern zu können … und es beginnt im spielen.
Weitere Vorstellungen
Freitag 13.03.2026
- Die Körpergemeinschaft e.V. Wilhelminenhofstraße 68a
12459 Berlin - www.diekg.org
Weitere Vorstellungen
- Sophienstr. 18
10178 Berlin - +49 30 2835266 www.sophiensaele.com
INNOCENCE basiert auf dem Susurluk-Skandal, einem berühmt-berüchtigten Autounfall in der Türkei der 1990er Jahre: Der vermeintlich alltägliche Unfall führte zu der Aufdeckung krimineller Verbindungen zwischen staatlichen Institutionen, der Drogenmafia und Strukturen eines Staats im Staate. In INNOCENCE reflektiert Göksu Kunak eine Politik des Verschweigens und Vertuschens und erforscht Unfall und Skandal als Phänomen; als Moment, in dem Technologie ihre potenziell gravierenden Auswirkungen offenbart. Aber auch als Moment, in dem Irrtümer und Wahrheiten unserer konstruierten Realität zutage treten. INNOCENCE zeichnet den Crash als festgehaltene Momentaufnahme, in der sich Beziehungen herauskristallisieren: ein Verkehrsunfall als wertfreier Augenblick, weder gut noch schlecht, aber dramatisch wie eine Seifenoper. Der Susurluk-Skandal als Grauzone offenbart die Ungenauigkeiten einer starren OstWest-Dichotomie und verschließt sich einfachen Schlussfolgerungen. Das Auto als fetischisiertes Objekt und der Unfall sind für Kunak Metaphern für das korrumpierte patriarchalische politische System in der Türkei und den Crash der türkischen Modernisierung. INNOCENCE ist der Versuch einer Genealogie der Korruption im Land, der Unterdrückung von Minderheiten und wirft auch einen Blick auf die Grausamkeiten, die durch den westlichen Imperialismus an der Türkei und am Nahen Osten/Südwestasien verübt wurden. INNOCENCE ist die dritte Koproduktion von Göksu Kunak mit den Sophiensælen und eröffnete im September 2024 die Spielzeit der Sophiensæle. 2025 erhielt Göksu Kunak den Kunstpreis der Akademie der Künste (Berlin Prize for Art)