Das Jahrbuch Moderner Tanz – revisited durchleuchtet aus transnationaler Perspektive, wie der moderne Tanz seit Beginn des 20. Jahrhunderts Ästhetik und Verständnis von Körper und Bewegung in Europa geprägt hat. Die Beiträge verfolgen globale Spuren von Erinnerung, Migration, Exil und untersuchen queere Lesarten und digitale Re-Inszenierungen – eine Eröffnung neuer Perspektiven auf den modernen Tanzkanon. Erschienen im transcript Verlag.
Kulturelle Vielfalt in der Tanzpädagogik: Das Training Kit von Seneca Intensiv fasst Erfahrungen aus einer Vielzahl internationaler Workshops des EU Projekts SINIPARKSI zusammen. Es zeigt, wie Tanzschaffende kulturelle Vielfalt produktiv nutzen können – mit praxisnahen Impulsen, einer pädagogischen Handreichung und frei zugänglichen Videotutorials für selbstständiges Lernen.
www.seneca-intensiv.de
Foto: Alexiadis Orestis
Das Jahr 1996 hat nicht nur Sommerhits hervorgebracht, sondern war für die Berliner Kulturszene eine Zeit des Aufbruchs: Gleich drei der bedeutendsten Tanzinstitutionen feiern in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen: Die Sophiensæle (vor 30 Jahren von Sasha Waltz und Jochen Sandig gegründet), die cie. toula limnaios (Jubiläumsfestival im Sommer! Infos folgen) und der unangefochtene Lieblingsimpulsgeber für neue Positionen im Tanz: das Festival Tanztage Berlin. Herzlichen Glückwunsch!
Foto: Mayra Wallraff
Tanz ist KLASSE!: Das gleichnamige Education-Programm des Staatsballetts Berlin bietet vom 2. bis 6. Februar das Winterferiencamp Spielarten des Tanzes an, in dem 12- bis 16-Jährige klassische und zeitgenössische Bewegungstechniken entdecken können. Der beliebte Kurs (K)nie zu spät lädt Anfang Februar bis Ende März außerdem Menschen ab 60 dazu ein, gemeinsam kleinere Choreografien zu erarbeiten und die neue Staatsballett-Produktion Nurejew zu erforschen (Premiere: 21. März).
www.staatsballett-berlin.de
Foto: Workshop (K)nie zu spät. Tanz ist KLASSE!
Empfehlung der Redaktion für gemütliche Spieleabende im Winter: Stadt, Land, Tanzen. Als tanzspezifische Variation des Klassikers Stadt, Land, Fluss von LevelBoard Spiele erhältlich, aber noch viel besser: selber machen und eigene Kategorien ausdenken. Glaubt uns, es kann lustig werden.
Das Buch Extreme Körper von Thorsten Benkel und Robert Gugutzer (Hg.) widmet sich dem menschlichen Körper als einem seit jeher bestehenden Experimentierfeld für das gesellschaftlich Extreme und deutet gegenwärtige extreme Körperpraktiken und -bilder als Spiegel und Motor unserer transgressiven Gegenwart. Eine körpersoziologische Zeitdiagnose, erschienen im transcript Verlag.
Bailando, bailando. Was manchmal gegen Berliner Winter hilft: Sommerhits aus den 90ern hören. Vor 30 Jahren ist der Latin-Pop-Song Bailando von Loona erschienen und hört sich immer noch genauso schlimm-gut an. Der Sommer 1996 hat übrigens noch mehr ikonische Hits geliefert, wir sagen nur Coco Jambo, Macarena und Wannabe.
Get your Abo: Die Tanzfabrik Berlin Schule hat ihre Preise aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung erhöhen müssen, bietet dafür aber seit Kurzem neue Vertragsmodelle mit unterschiedlichen Laufzeiten von einem, sechs oder zwölf Monaten für alle Tanzklassen an. Ab 39 € pro Monat seid ihr dabei, für eine Klasse pro Woche. Auch als Geschenkgutschein buchbar.
www.tanzfabrik-berlin.de
Foto: Zoé Duflot