Atmen unter Wasser
Eine neue Arbeit von Clébio Oliveira
Ausgehend von der eigenen Migrationserfahrung entfaltet PIRARUCU von Clébio Oliveira eine choreografische Untersuchung von Körpern, die zwischen Sprachen, Klimazonen und Lebensrealitäten existieren. Leitfigur ist der Pirarucu, einer der größten Süßwasserfische der Welt, der Luft atmet und doch unter Wasser lebt – ein biologisches Paradox, das zum Sinnbild des migrantischen Körpers wird, der seinen Atem neu organisieren muss, um in einer anderen Umgebung zu bestehen. In einer rauen, dystopischen Landschaft bewegen sich fünf Tänzer*innen durch Nähe und Distanz, Verlangen und Anpassung. PIRARUCU entwirft eine sinnliche Kartografie von Zugehörigkeit, in der Erinnerung nicht vergeht, sondern im Körper weiterlebt. Heimat erscheint als physiologische Spur, Tanz als Akt des Überlebens. (jw)
Clébio Oliveira
PIRARUCU
12. – 15. März 2026
Uferstudios, Studio 14
www.uferstudios.com