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Tanzbüro Berlin Workshop:
Danceдіалог
“Understanding Berlin's funding landscape”
Date: Jan 29, 2026 | 10.30am-1.30pm

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wie kommen wir hinein – in Räume, in Szenen, in Gemeinschaften? Zugänge entscheiden darüber, wer sichtbar wird, wer mitgestaltet, wer bleibt. In einer Tanzlandschaft, die sich stetig neu erfinden muss und zugleich mit Prekarität, Ausschlüssen und strukturellen Barrieren ringt, ist „Access“ mehr als ein technischer Begriff. Er beschreibt eine Haltung: die Bereitschaft, Räume zu öffnen, Macht zu teilen und Perspektiven zu erweitern.

Diese Ausgabe widmet sich unterschiedlichen Formen von Zugang. Dramaturg*in und Autor*in Jenny Mahla teilt im Text Es ist wichtig, dass du hier bist Erfahrungen, Eindrücke und Gedanken zur Veranstaltung On Crip Technique, Knowledge and Expertise – Bodies of Knowledge: Choreographies of Care. Das dreitägige Gathering im HAU fand im letzten Herbst im Rahmen von Claire Cunninghams Einstein-Profil-Professur am HZT Berlin statt und erprobte, wie gemeinsames Lernen, Care-Praktiken und Crip-Wissen neue künstlerische und soziale Möglichkeitsräume schaffen können. Und wie gelingt überhaupt der Einstieg in die Tanzszene für junge Choreograf*innen oder Neuankömmlinge? Für viele von ihnen war der Startschuss ihrer künstlerischen Laufbahn die Teilnahme bei den Tanztagen Berlin – Berlins Aushängeschild des Tanznachwuchses, Publikumsmagnet und wichtiger Szenetreffpunkt. Die Kulturjournalistin und frühere tanzraumberlin-Redakteurin Elena Philipp reflektiert zum 30. Tanztage-Jubiläum über ein Festival, das so vielen jungen Künstlerinnen den ersten Schritt ermöglicht – und zugleich immer wieder um stabile Strukturen kämpfen muss. In der Rubrik Artist’s Voice schreibt die Choreografin Dragana Bulut in Social Choreographies of Emotion, wie unsere Gefühle von gesellschaftlichen Kräften choreografiert werden – und wie sie ausgehend von alltäglichen sozialen Situationen performative Formate und Zugänge entwickelt, in denen das Publikum zugleich Teilnehmende und Beobachtende wird. Außerdem im Heft: Die Kolumne Lob der Nacktschnecke von Alina M. Saggerer, die eines der meist unterschätzten und zugleich missverstandenen Tiere zum Ausgangspunkt nimmt, um über Körperbilder, Ekelkulturen und das Politische des Glitschigen nachzudenken.

Mit dem Januar bricht in Berlin wieder die düstere Zeit des Jahres an, aber was ich gerade im Winter wirklich empfehlen kann, ist: trotzdem rausgehen, Freund*innen treffen und ins Theater gehen. Zum Beispiel zu den beiden Januar-Klassikern Tanztage Berlin – für alle, die Lust auf Szenetreffen und new hot shit haben – oder zu PURPLE – Internationales Festival für junges Publikum, wenn ihr Kinder oder Jugendliche in eurem Umfeld habt. Oder, wenn ihr es etwas weniger aufgeregt mögt, zu einer der vielen weiteren Tanzpremieren und -wiederaufnahmen auf den kleinen und großen Bühnen in Berlin und Brandenburg. Tipps und Orientierung findet ihr im Tanzkalender und in ausgewählten Kurzvorschauen auf Uraufführungen und (Berlin-)Premieren.

Habt einen tollen Start ins Jahr 2026 und kommt gut durch den Winter,
viel Spaß beim Lesen

Johanna Withelm

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