Die Krise: Spielstätten gesichert – Künstler*innen nicht
Die Berliner Tanzszene hat einen wichtigen Erfolg erzielt: Die Präsentationsorte für Tanz wurden - im Vergleich zu den Künstler*innen - weniger hart von den Kürzungen getroffen. Doch dieser Erfolg greift zu kurz.
Denn während die Spielstätten gesichert sind, bleiben die freischaffenden Künstler*innen und Kompanien, die diese Orte mit Leben füllen, strukturell ungesichert. Genau jene, die Berlin zu einer internationalen Kulturmetropole machen, arbeiten unter prekären Bedingungen – weil das Fördersystem kein tragfähiges Fundament für sie bietet.
Die Lösung: Strukturelle Förderung statt Mangelverwaltung
Wir brauchen einen grundlegenden Perspektivwechsel: weg von ausschließlich projektbasierter Förderung – hin zu struktureller Unterstützung.
Was fehlt, ist eine mehrjährige Förderung, die das Rückgrat einer Kompanie sichert: Management, Verwaltung und Arbeitsräume. Nur so können Teams bestehen bleiben und künstlerische Entwicklung nachhaltig stattfinden. Wir brauchen strukturelle Resilienz statt dauerhaften Ausnahmezustand.