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Bewerbunsgfrist: 20.04.2026

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Organisationen

Lobbygruppe Tanz Berlin 

Seit 2026

Die Lobbygruppe Tanz Berlin ist ein Zusammenschluss von Akteur*innen des professionellen Tanzes in Berlin mit unterschiedlichen fachlichen und strukturellen Schwerpunkten. Ihr Ziel ist es, die nachhaltige Entwicklung des professionellen Tanzes in Berlin zu unterstützen und dessen Bedarfe gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen, Verwaltungen sowie weiteren relevanten Akteur*innen zu vertreten. 

In Ergänzung zu und in Absprache mit dem TanzRaumBerlin Netzwerk und dem Zeitgenössischen Tanz Berlin e.V. verstärkt die Lobbygruppe bestehende Aktivitäten der Berliner Tanzszene durch persönlichen Austausch auf politischer Ebene. Sie versteht sich als  als kompetente Beratungspartnerin und sucht den aktiven Dialog mit politischen Entscheidungsträger*innen und Verwaltungen. Zugleich kann sie aktiv angesprochen werden, um fachspezifische Informationen zu strukturellen Bedarfen und zur Vielfalt der Tanzszene zu erhalten.

Die Mitglieder der Lobbygruppe Tanz Berlin setzen unterschiedliche fachliche Schwerpunkte. Gleichzeitig verpflichten sie sich im Rahmen ihrer gemeinsamen Vereinbarung, das übergeordnete Interesse der Gruppe und die Perspektiven der anderen Mitglieder im Blick zu behalten und mit zu vertreten.

Kontakt: lobbygruppenoSpam@tanzraumberlin.de

 

Mitglieder der Lobbygruppe und Schwerpunkte:

Silke Bake: (Dramaturgin/ Kuratorin/ Kulturmanagerin) Nicht nur als regelmäßig freiberuflich arbeitende Akteur*in im zeitgenössischen Tanz/ Performance/ Theater interessiert es mich, dass Künstler*innen sowie alle anderen freiberuflich oder auch hybrid arbeitenden Kulturschaffenden in diesem Feld eine Perspektive haben: Dass sie langfristig regelmäßig arbeiten können und desweiteren, dass sie davon leben können und dies nicht unter extremst und immer extremer werdenden prekären Bedingungen. Dieses Feld besteht zu einem Großteil aus freiberuflich arbeitenden Menschen, deren Arbeit eng verwoben ist mit den Institutionen und ohne sie es kein Programm in den entsprechenden Theatern gäbe. Es handelt sich hier also um eine gegebene, ernstzunehmende Kategorie, mit deren Existenz leichtsinnig gespielt wird. Anstatt die Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Menschen auszuhöhlen, bedarf es eines Systems, das das freie Arbeiten aufwertet, gleichwertig zu jeder anderen Arbeit in diesem Feld betrachtet und also entsprechend, fair bezahlt und absichert.

Susanne Foellmer: Tanz in Berlin braucht eine nachhaltige physische Infrastruktur, die der dezentral gewachsenen, hochprofessionellen Szene auch buchstäblich ein Dach bietet: ein Haus für Tanz und Choreografie. Dieser Ort soll lokalen und internationalen Gruppen die Möglichkeit zum Präsentieren, Produzieren und Proben geben, die Vielfalt besonders der zeitgenössischen Szene in die Stadtgesellschaft hinein vermitteln sowie der Kunstform ein Gedächtnis geben, mit Mediathek und Archiv. Als ehemaliges Beiratsmitglied für die Konzepterstellung eines solchen Hauses bin ich ansprechbar und wirke in die Politik hinein. 

Nele Hertling: In den langen Jahren meines Engagements für die eigenständige Kunstform Tanz - noch immer benachteiligt im Vergleich zu anderen Bereichen der Kunst -, habe ich mich dafür eingesetzt, dem Tanz eine eigene einheitliche Stimme im öffentlichen, kulturpolitischen Dialog zu geben. Die Erfahrung zeigt, dass gemeinsames Auftreten - ohne Vernachlässigung der Einzelinteressen, die notwendige Chance bietet, gehört zu werden und den vielfältigen Forderungen zum Erhalt und zur Entwicklung des Tanzes in Berlin  Gewicht zu verschaffen.

Eva-Maria Hoerster: Auf dem Hintergrund meiner langjährigen Arbeit am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) Berlin stehe ich für die Schnittstelle von Ausbildung/Studium und professioneller Praxis. Die Zukunftsperspektiven und Unterstützung des Nachwuchses, also der jungen Tanz- und Performancekünstler*innen, Choreograf*innen, Kulturarbeiter*innen ist mir besonderes Anliegen. Sie bringen Wissen, Fähigkeiten und Themen, die für die Weiterentwicklung der Kunstform, aber auch für das Verständnis der komplexen sozialen und politischen Rolle des Körpers und die damit verbundenen Potenziale für die Gesellschaft unentbehrlich sind. Es braucht außerdem dringend gesicherte Strukturen wie ein Haus für Tanz und Choreographie als Ort, wo Kunst, Vermittlung, künstlerische Forschung, Archiv zusammenwirken und breit sichtbar werden.

Livia Patrizi: Als Gründerin von TanzZeit und künstlerische Leitung des Jungen Tanzhauses Berlin vertrete ich die strukturelle Anerkennung des Tanzes für junges Publikum als gleichberechtigte und fair bezahlte Sparte. Ich stehe für eine Kunst, die gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und durch mutige Allianzen zwischen Kultur, Bildung und Sozialem Räume schafft, in denen Teilhabe und künstlerische Mitbestimmung für junge Menschen zur gelebten Praxis werden.

Günther Wilhelm: Als langjährig in Berlin arbeitender Tänzer und Choreograf bin ich Teil einer vielfältigen Berliner Tanzlandschaft, die sich in den vergangenen Jahrzehnten – trotz chronischer struktureller Unterfinanzierung – kontinuierlich weiterentwickelt hat und Künstler*innen aus der ganzen Welt angezogen hat. Dieses einzigartige physisch-choreografische Biotop droht nun durch fatale kulturpolitische Fehlentscheidungen in seiner ohnehin prekären Lage nachhaltig geschädigt zu werden. Um diesem drohenden Zerfall entgegenzuwirken und dem Tanz in Berlin eine verlässliche strukturelle Perspektive zu eröffnen, braucht es entschlossenes gemeinsames kulturpolitisches Handeln, damit der Tanz endlich den Stellenwert erhält, der seiner künstlerischen Bedeutung und internationalen Ausstrahlung entspricht.

Siegmar Zacharias:

Inge Zysk: seit vielen Jahren bin ich Teil der Berliner Tanz-Community, inzwischen auch mit dem Schwerpunkt Tanz für junges Publikum. Mein Anliegen ist die Anerkennung der Bedeutung der Kunstform Tanz als Brücke, um Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen und um Tanz sichtbar und zugänglich für Alle von 0 - 100 zu machen. Dies beinhaltet die Schaffung eines zentralen Ortes für den Tanz, den Erhalt der dezentralen Strukturen und die Stärkung und angemessene Förderung der Künstler*innen und Kulturschaffenden die sich hierfür einsetzen.

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