If We Could Rest Awhile –
Eine Workshop-Reihe von Raquel Meseguer Zafe 3.9. (online), 12. & 13. September, Berliner Medizinhistorisches Museum
Raquel Meseguer Zafe ist eine in Großbritannien lebende Künstlerin mit Behinderung, die sich in ihrer kreativen Praxis mit Ruhe, Horizontalität und „Crip“ auseinandersetzt. Im Jahr
2016 löste Raquel einen Sicherheitsalarm aus, indem sie sich im Southbank Centre in London hinlegte. Seitdem erforscht sie Horizontalität als Herausforderung an die normativen Regeln öffentlicher Räume und untersucht gleichzeitig das poetische Potenzial von Horizontalität sowie von öffentlichen, kollektiven Akten der Ruhe.
Ein Workshop für Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke, um gemeinsame Erfahrungen mit dem Ausruhen in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Die Teilnehmenden werden durch eine Ruhe-Session und eine kreative Schreibübung geführt, um eine Geschichte über einen Moment zu verfassen, in dem sie versucht haben, sich in der
Öffentlichkeit auszuruhen. Der Workshop bietet einen entspannten Rahmen, und die Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, sich an diesem Tag so einzubringen, wie es ihnen am besten passt. Dazu gehören beispielsweise: flexible Teilnahme (z. B. Kamera ausgeschaltet, jederzeit das Treffen verlassen oder Pausen einlegen usw.).
If We Could Rest Awhile (Online-Workshop)
Donnerstag, 3. September | 13:00–14:15 Uhr, Online
Workshop für behinderte und chronisch kranke Menschen, um sich über gemeinsame Erfahrungen mit dem Ruhen im öffentlichen Raum auszutauschen. Die Teilnehmenden werden durch eine angeleitete Ruhephase und eine kreative Schreibübung geführt, in der sie eine Geschichte über einen Moment verfassen, in dem sie versucht haben, sich im öffentlichen Raum auszuruhen. Die Teilnahme ist entspannt und flexibel: Die Kamera kann ausgeschaltet bleiben, die Teilnahme ist auch vom Bett aus möglich, zur Kommunikation kann die Chatfunktion genutzt werden und Pausen können jederzeit nach Bedarf eingelegt werden. Auf Englisch, bei Bedarf mit deutscher Übersetzung.
Dieser Termin wird speziell für Menschen angeboten, denen es nicht möglich ist, zum Workshop im Berliner Medizinhistorischen Museum zu kommen.
Kostenfrei.
Anmeldung unter: access.horizontalnoSpam@posteo.de
If We Could Rest Awhile (Workshop)
Samstag, 12. September 11:30–13:00 Uhr | Berliner Medizinhistorisches Museum (bmm)
Präsenz-Workshop im Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums. Dieser Workshop steht Menschen mit und ohne Behinderung offen und beschäftigt sich mit Horizontalität,
Verbundenheit und Solidarität. Die Teilnehmenden werden durch Ruhe- und einfache Bewegungsübungen geführt, die erforschen, wie sie als Kollektiv Raum einnehmen und bewohnen können. Der Workshop beinhaltet eine kreative Schreibübung rund um die Versuche der Teilnehmenden, sich in der Öffentlichkeit auszuruhen und sich den unterdrückenden Anforderungen der normativen Kultur sowie der kapitalistischen, kolonialistischen, weiß-supremacistischen und patriarchalen Zeit zu widersetzen. Entspannte und flexible Teilnahme, einschließlich Pausen, wann immer nötig, und einer Anpassung der Übungen an die jeweiligen Bedürfnisse. Auf Englisch, bei Bedarf mit deutscher Übersetzung.
Kostenfrei.
Anmeldung unter: museumnoSpam@charite.de
If We Could Rest Awhile (Öffentliche Intervention)
Sonntag, 13. September, 15:00 – 17:00 Uhr | Berliner Medizinhistorisches Museum
(bmm) / Hamburger Bahnhof / Futurium
Öffentliche Aktion an drei markanten Orten im und um das bmm. Die Aktion ist offen für Menschen mit und ohne Behinderung und findet als kollektive öffentliche Ausruh-Aktion statt, ähnlich einem Flashmob. Es werden Geschichten von Menschen mit Behinderungen vorgelesen über ihre Versuche, sich in der Öffentlichkeit auszuruhen. Der Weg zwischen den Veranstaltungsorten ist Teil der öffentlichen Aktion. Die Route ist rollstuhlgerecht und alle sind eingeladen, in ihrem eigenen Tempo zu gehen und jederzeit in die Aktion einzusteigen oder sie wieder zu verlassen.
Der Workshop am 12. September dient auch der Vorbereitung auf die Public Action am 13. September, alle drei Veranstaltungen können jedoch unabhängig voneinander besucht werden.
Kostenfrei.
Anmeldung unter: museumnoSpam@charite.de
Informationen zur Barrierefreiheit der Veranstaltungen:
- Auf Englisch, bei Bedarf mit deutscher Übersetzung.
- Die Ruine des Hörsaals ist über Aufzüge innerhalb und außerhalb des Museums rollstuhlgerecht zugänglich.
- Access Friends sind anwesend.
- Verschiedene Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.
- Alle Workshops sind „Relaxed Events“: Man kann jederzeit ein- und aussteigen, es sind Pausen vorgesehen, die Umgebung ist reizarm.
Bei Fragen zur Barrierefreiheit schreibt bitte an: access.horizontalnoSpam@posteo.de
Besuchen Sie das Festivalprogramm:
Tag 1 bmm-charite.de/ausstellungen/horizontal-festivalTag 2 https://bmm-charite.de/ausstellungen/horizontal-festival-tag-2
Horizontal Bodies –
Ein Workshop von Anajara Laisa Amarante Exploring movement, writing and stillness as crip practices
Sonntag, 13. September | 11.00–12.30 Uhr Hörsaalruine, Berliner Medizinhistorisches Museum (bmm)
Was wäre, wenn der Boden – oder die Matratze – nicht nur ein Ort der letzten Zuflucht wäre, sondern die eigentliche Bühne? Dieser Workshop geht von der Prämisse aus, dass die Horizontale kein Kompromiss zur Vertikalen ist: Sie ist ihre eigene Choreografie, ihre eigene Politik, ihr eigenes Vergnügen. Verwurzelt in der disability arts und der Crip-Kultur sowie im gelebten Wissen eines Körpers, der Zeit im Bett verbringt – sei es aufgrund von Erschöpfung, chronischen Schmerzen oder einfach nur, um sich auszuruhen –, lädt dieser Workshop die Teilnehmenden dazu ein, Bewegung, Empfindungen, kreatives Schreiben und kollektive Fürsorge aus einer liegenden Position heraus zu erkunden. Das Bett wird hier nicht einfach als Ort der Krankheit und Synonym für Passivität definiert, sondern als Raum der Fantasie, der Autonomie und des Tanzes.
Anajara Laisa Amarante ist ein*e chronisch kranke*r brasilianische*r, queere*r Künstler*in im Bereich der darstellenden Künste mit Schwerpunkt Choreografie. Die künstlerische Praxis beschäftigt sich mit queeren Körpern, marginalisierten
Gemeinschaften und Kunstpraktiken sowie politisch-persönlichen Perspektiven. Als in Europa lebende*r Brasilianer*in interessieren Amarante die Identitätsbildung von Menschen mit verschiedenen kulturellen und sozialen Backgrounds, Postkolonialismus sowie die Gestaltung von Freude, Inklusion und Vielfalt.
Informationen zur Barrierefreiheit der Veranstaltung:
- Auf Englisch, bei Bedarf mit deutscher Übersetzung.
- Die „Lecture Hall Ruin“ ist über Aufzüge innerhalb und außerhalb des Museums rollstuhlgerecht erreichbar.
- Matratzen und Yoga-Matten können mitgebracht werden und stehen in geringer Menge auch zur Verfügung.
- Dies ist ein entspannter Workshop. Es gibt keine Leistungserwartungen, keine „richtige“ Art der Teilnahme und keine Hierarchie zwischen den Körpern. Alle Anweisungen sind als Einladungen zu verstehen. Ihr könnt später kommen, früher gehen oder euch einfach ausruhen. Der Raum bietet Platz für all das.
Der Workshop ist kostenfrei.
Anmeldung unter: museumnoSpam@charite.de
Bei Fragen zur Barrierefreiheit schreibt bitte an: access.horizontalnoSpam@posteo.de
Besuchen Sie das Festivalprogramm:
Tag 1 bmm-charite.de/ausstellungen/horizontal-festival Tag 2 https://bmm-charite.de/ausstellungen/horizontal-festival-tag-2
Horizontal Festival Tag 1 | Ausstellungen | bmm – Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Horizontal Festival Tag 2 | Ausstellungen | bmm – Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité