In Deutschland wird die Plattform „Kultur und Gesundheit“ drei künstlerische oder kulturelle Projekte fördern, die darauf abzielen, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Einzelpersonen oder Gemeinschaften in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Gesundheits-, Sozial- oder Bildungsbereich zu verbessern. Jedes ausgewählte Projekt erhält eine Förderung in Höhe von 8.000 EUR und muss zwischen dem 1. Juni 2026 und dem 28. Februar 2027 durchgeführt werden.
Zu den förderfähigen Projekten können partizipative Kunstprogramme für Menschen mit körperlichen oder psychischen Gesundheitsproblemen gehören; Initiativen zur Prävention verschiedener Gesundheitsprobleme; Projekte, die sich an Menschen richten, die von psychischen Problemen, Einsamkeit oder sozialer Isolation bedroht sind; künstlerische Interventionen im Gesundheits- oder Sozialwesen, die diese Umgebungen bereichern und das Wohlbefinden von Mitarbeitern, Patienten oder Bewohnern fördern; künstlerische Produktionen wie Aufführungen, Installationen oder Ausstellungen im Gesundheits- oder Sozialwesen, die das Wohlbefinden fördern oder auf gesundheitsbezogene Themen aufmerksam machen; sowie Künstlerresidenzen in Einrichtungen des Gesundheits- oder Sozialwesens.
Die Projekte sollten entweder neue künstlerische Praktiken in lokale Gemeinschaften und bestehende Strukturen integrieren oder etablierte Programme stärken, um langfristige Verbindungen und Nachhaltigkeit zu fördern. Antragsteller müssen sich vor Einreichung des Antrags mit ihrer Partnerorganisation aus dem Gesundheits-, Sozial- oder Bildungssektor in Verbindung setzen. Ein kurzes Kooperationsschreiben der Partnerorganisation muss beigefügt werden. Die Teilnahme an einem eintägigen Feedback-Workshop nach Ablauf der Projektlaufzeit (März 2027) ist verpflichtend.
Wer kann sich bewerben?
Das Stipendium steht einzelnen Nachwuchskünstlern oder Künstlergruppen (jedoch keinen Vereinen) offen, die an der Schnittstelle von Kunst und Gesundheit arbeiten. Die Bewerber sollten über Erfahrung in der Arbeit mit Gemeinschaften verfügen und daran interessiert sein, ihre Fähigkeiten in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Das Stipendium richtet sich an professionelle Künstler*innen mit einer formalen Ausbildung oder nachweisbarer Berufserfahrung. Projekte, die sich speziell auf Kunsttherapie konzentrieren, sind nicht förderfähig. Teilnehmende Künstler*innen sollten zudem bereit und in der Lage sein, sich an internationaler Zusammenarbeit zu beteiligen. Sie werden ermutigt, an der Showcase-Veranstaltung der Culture and Health Platform im September 2026 in Wien teilzunehmen, die in englischer Sprache abgehalten wird.
So bewerben Sie sich
Alle Informationen zur Ausschreibung werden vor dem Start der deutschen Ausschreibung auf der Projektwebsite aktualisiert: https://healingculture.net/culture-and-health-platform/. Die Bewerbungsrichtlinien bleiben im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr, auch wenn es zu einigen Präzisierungen und Anpassungen kommen kann.